Geschäftsführender Vorstand

Ralf Tegtmeyer


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Leitung Bauliche Hochschulentwicklung

Korinna Haase


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Leitung Hochschulinfrastruktur

Joachim Müller


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Leitung Hochschulmanagement

Dr. Grit Würmseer


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Leitung Verwaltung

Ilka Schinkel


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Presse & Publikationen

Katharina Seng


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Evaluation der Auswirkungen des novellierten Wissenschaftszeitvertragsgesetz

Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) bildet seit 2007 die Rechtsgrundlage für den Abschluss befristeter Arbeitsverträge mit wissenschaftlichem Personal. Es spielt eine zentrale Rolle für das Qualifizierungs- und Beschäftigungssystem an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland. Zwischenzeitlich wurde das WissZeitVG novelliert, um die Befristungspraxis insbesondere durch adäquate Vertragslaufzeiten zugunsten der Beschäftigten zu verändern. Das „Erste Gesetz zur Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes“ ist am 17. März 2016 in Kraft getreten. Dabei wurde auch beschlossen, die Auswirkungen des novellierten Gesetzes zu evaluieren.

Die folgenden Veränderungen wurden vorgenommen:

  • Bestimmungen zu den Laufzeiten der befristeten Arbeitsverträge eingeführt
  • Unklarheiten bei der Auslegung der familienpolitischen Komponente beseitigt
  • eine gesundheitspolitische Komponente eingeführt
  • mögliche Missverständnisse bei der Anrechnung nicht genutzter Verlängerungszeiten ausgeräumt
  • eine Rechtsgrundlage für die studienbegleitende Beschäftigung geschaffen
  • das nichtwissenschaftliche Personal aus dem Anwendungsbereich der Drittmittelbefristung herausgenommen.

HIS-HE und die InterVal GmbH führen im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die Evaluation der Gesetzesnovelle durch. Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht die Frage, inwieweit sich die Befristungspraxis der Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Universitätskliniken in den letzten Jahren verändert hat. Zu diesem Zweck werden folgende Arbeitsschritte durchgeführt:

  • Um die rechtlichen, organisatorischen und personalstrukturellen Rahmenbedingungen einschätzen zu können, werden ExpertInnen der gesetzlichen Bestimmungen sowie der Beschäftigung und Qualifikation an den Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Universitätskliniken interviewt. 
  • Die Entwicklungen in den Ländern werden nachgezeichnet. Dies geschieht auf Grundlage von Interviews mit VertreterInnen aus den Wissenschaftsministerien und -behörden und von Regelungen und Bestimmungen unterschiedlicher Art zur Befristungspraxis der Hochschulen.
  • Die Erfahrungen der Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Universitätskliniken mit den gesetzlichen Veränderungen der Novelle werden im Rahmen einer bundesweiten Online-Befragung auf Verwaltungsebene erhoben. Zusätzlich werden die Bestimmungen, Regularien und Konzepte zur befristeten Beschäftigung des wissenschaftlichen Personals analysiert.
  • Die Beschäftigungsverläufe und Vertragslaufzeiten werden mit Hilfe von Daten befristeter Arbeitsverträge aus über 50 Einrichtungen untersucht. Ziel ist es, die Vertragslaufzeiten im Zeitverlauf zu beschreiben und strukturelle Merkmale der Beschäftigungsverläufe zu identifizieren.
  • An diesen Einrichtungen werden auch die Prä- und Postdocs befragt (Online-Erhebung). Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen und Einschätzungen zum Verhältnis von Beschäftigungsverhältnis und wissenschaftlicher Qualifizierung.
  • Qualitative Fallstudien an Hochschulen und Forschungseinrichtungen geben schließlich die Gelegenheit, offene Fragen vertiefend zu betrachten und Beispiele guter Praxis zu untersuchen.

Das Evaluationsteam stimmt sich bei der Entwicklung der Erhebungsinstrumente mit Expert:innen und Stakeholdern intensiv ab. Ein Beirat mit Vertreter:innen des BMBF, der Einrichtungen und der Beschäftigten begleitet und unterstützt die Evaluation.

Links:

Im Jahr 2011 hat HIS-HE das WissZeitVG in der Fassung vom 12. April 2007 evaluiert: Jongmanns, Evaluation des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes, HIS Forum Hochschule, 2011

Kooperationspartner InterVal

Information des BMBF zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz

Ihre Ansprechpartner:innen

Dr. Georg Jongmanns
Astrid Book